OSC: OSCar

Anzeige aus KEYBOARDS 05/1985

Midi Synth.

Midi Synth.

 

 

Serie von Matthias Becker

 

Synthesizer von Gestern

OSC: OSCar: Synthesizer

OSC: OSCar: Synthesizer

«Der OSCar gehört in bezug auf sein Design und seine Features zweifelsfrei zu den absoluten Synthesizer-Exoten. Entwickelt wurde das Instrument von dem Briten Chris Huggett, der mit seiner Firma ELECTRONIC DREAM PLANT und deren Produkten WASP, GNAT, CATERPILLAR und SPIDER bereits Ende der 70er Jahre Synthesizergeschichte geschrieben hatte.

Mit der finanziellen Unterstützung seiner Eltern gründete er seine dritte Firma ... und brachte Mitte 1982 mit dem OSCar das erste und einzige Serienprodukt dieser Firma auf den Markt.

Wenn auch das äußere Erscheinungsbild des OSCcar nicht eben preisverdächtig war, so vermochten seine inneren Werte, d.h., seine vielfältigen klanglichen Möglichkeiten, doch jeden zu überzeugen, der gewillt war, sich mit der nicht gerade übersichtlichen Benutzeroberfläche des Gerätes intensiver auseinanderzusetzen ...»

Serie von Matthias Becker in KEYBOARDS 03/1992

 

Audio-Demo Teil 2 von CD „Synthesizer von Gestern” Vol. 2 (Ralf Weber)

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Info-Box

Der WASP, ein digital aufgebauter Hybrid-Synthesizer mit analogen Filtern, stammt aus dem Jahr 1978 und wurde von der englischen Firma EDP (Electronic Dream Plant) und deren Nachfolgefirma WASP SYNTHESIZERS INC hergestellt, die praktisch nur aus zwei Personen bestand: Chris Huggett und Adrian Wagner.

Weitere Produkte sind:
«SPIDER» (digitaler Sequenzer), «WASP DELUXE» (mit mechanischer Tastatur), «GNAT» (ein kleiner WASP), «Caterpillar» (4-stimmige Controller-Tastatur zur polyphonen Ansteuerung von vier WASP-Synthesizern). Die Firma ist 1981 erloschen.

1983 gründete Chris Nugget seine dritte Firma OSC (Oxford Synthesizer Company), die mit dem Produkt OSCAR bekannt wurde. Auch diese Firma ist zwischenzeitlich erloschen.

Quelle: u.a. Wikipedia


Programmable Music Synthesizer

Erstauslieferung: Sommer 1983

Preis bei Auslieferung: 2.500 DM

Der OSCar wurde mit der Softwareversion 3 ausgeliefert.
- Version 5 bis April 1984 (TRIGGERING- und FUNCTION-Potis)
- Version 6 ab Mai 1984 (Pegel der Harmonischen editierbar, Triggersignal zur Steuerung externer Geräte)
- Version 7 ab Juni 1984 (u.a. Editieren der Programme verbessert, Default-Setting verändert)

«Um monophone Synthesizer ist es in den letzten Jahren recht still geworden.

Die polyphonen Geräte zogen das Hauptinteresse der Hersteller und Keyboarder auf sich, und so verwundert es kaum, daß die technischen Neuerungen der letzten Jahre nur in den polyphonen Geräten zu finden sind.

Seien es Programmspeicher mit Cassetten-Interface oder Cartridge, die Midi-Schnittstelle oder digitale Tonerzeugung in den verschiedensten Formen, Anwendung fanden diese Entwicklungen hauptsächlich im Bereich „Polyphon”.

So erstaunt es einen schon, daß gerade eine unbekannte englische Firma namens „Oxford Synthesizer Company” heutzutage den Versuch unternimmt, die Vorzüge monophoner Systeme mit den technischen Errungenschaften der letzten Jahre zu verbinden ...»

OSC: OSCar

OSC: OSCar

Bild aus KEYBOARDS 06/1985

 

 

GALERIE

OSC: OSCcar: Programmable Music Synthesizer

OSC: OSCcar: Programmable Music Synthesizer (1983-1986)

 

 

Mehr Information bekommen Sie bei:

 

AMAZONA: Vintage-Rarität aus Britannien

VINTAGESYNTH: Oxford Synthesiser Company OSCar

VIRTUAL-MUSIC: Produkte, Dokumente und Service-Tipps für den OSC OSCar

BEWERTUNG (+): klassische Analogklänge und abgefahrene Digitalsounds; MIDI; viele ungewöhnliche Zusatzfunktionen
BEWERTUNG (-): etwas umständliche Bedienung mit teils kuriosen Designhürden; Wartung und Service nicht problemlos zu bewältigen

Bild/Daten: KEYBOARDS-Galerie 01/2001

Einige Ausstattungsmerkmale:

  • Tonerzeugung: zwei VCOs mit Dreieck, Rechteck, Puls und Sägezahn
  • Tastatur: 37 Plastiktasten, berührungsempfindliche Sensortasten, Mono/Duo
  • Polyphonie: monophon
  • Bedienfeld: zwei mittelzentrierte Wheels, 36 Drehregler, 16 Drucktaster, fünf LEDs (Octav-Anzeige)
  • Soundspeicher: 36 Memory-Presets
  • Klangbearbeitung: 12/24 db-Filter, Hoch-, Tief-, Bandpaß mit Resonanz, Signal-to-VCF Sendfunktion, digitale Wellenformen (fünf Preset/fünf User, additive Synthese, 24 Harmonics), Portamento (sechs Betriebsarten)
  • Sequenzer (Step-Time): 12 Sequenzen und 10 Chains (1.500 Events), synchronisierbar via MIDI-Clock (ab Version M2
  • Arpeggiator: Up, Down, Up/Down, Latch, unabhängige Clock, Gate-Time-Regler (Staccato/Legato)
  • Massenspeicher: Cassetten-Interface
  • Audio: Line-Out
  • Anschlüsse: MIDI In/Out
  • Besonderheiten: Die 37 Tasten der Tastatur können ebenfalls als Taster genutzt (Funktion abhängig von der gewählten Betriebsart); kein Display

 

Test von Gerhard Zilligen aus KEYBOARDS 06/1985

Audio-Demo Teil 1 von CD „Synthesizer von Gestern” Vol. 2 (Ralf Weber)

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